Fliegen wie Sven Hannawald

Fliegen wie Sven Hannawald

Die Sonne kommt nur noch selten zum Vorschein, es regnet, der Winter rückt immer näher. Das bedeutet für die Fallschirmspringer leider das Ende der Saison. Doch gleichzeitig können sich die Extremsportler auf eine ganz außergewöhnliche und noch ziemlich neue Wintersportart freuen: Speedflying oder Speedriding heißt der ultimative Adrenalinkick in den Bergen. Dazu braucht man einen speziellen Gleitschirm, zwei Skier und jede Menge Mut. Denn Speedflying gehört zu den gefährlichsten Wintersportarten überhaupt und erfordert sowohl Erfahrung als auch Professionalität. Doch jeder kann es lernen. In den meisten Ski-Gebieten werden mittlerweile mehrere Kurse angeboten, wo sowohl Profis als auch Anfänger mitmachen können. Doch nun zurück zu der eigentlichen Sportart: Was kann man sich unter Speedflying vorstellen?

Diese besondere Herausforderung für den Winter ist eine einzigartige Mischung aus Freeride, Freestyle-Skifahren, Snowkiten, Fallschirmspringen und Gleitschirmfliegen. Der abenteuerlustige Speedflyer sieht auf den ersten Blick wie ein ganz normaler Skifahrer aus. Zwei Skier unter den Füßen, Ski-Brille und Handschuhe, doch etwas ist anders: Ein Mini-Gleitschirm schwebt über seinem Kopf. Mit der Hilfe dieses Paragliding-Schirms erreichen die richtigen Adrenalinjunkies je nach Schirmgröße bis zu 120 km/h. Mit dieser atemberaubenden Geschwindigkeit und dank dem Gleitschirm können die Profi-Speedflyer bis jetzt unbefahrene Pisten erobern und unglaubliche Springe riskieren. Doch schon nach einem Nachmittag Training auf einer flachen Oberfläche kann ein Anfänger völlig gefahrlos 100 Meter und weiter schweben. Also ist dieser Extremsport mit dem richtigen Lehrer recht schnell zu lernen und sorgt für den ultimativen Spaß. Doch wie kam man eigentlich auf diese Idee?

Der außergewöhnliche Ritt auf dem Schnee und in der Luft stammt aus Frankreich. Schon in den achtziger Jahren wurden dort in den großen Skigebieten Fallschirmspringer gesichtet, die mit Fallschirmen in rasantem Tempo die Piste hinunter düsten. Bekannt wurde die Extremsportart jedoch durch einen ehemaligen Gleitschirm-Fluglehrer und Testpilot Francois Bon. Er hat zu seinem neuen Lieblingssport einen speziellen Schirm entwickeln lassen und damit die Aufmerksamkeit vieler Schirmhersteller geweckt. Seitdem beschäftigt er sich damit, die Technik des Speedflying weltweit den Skilehrern beizubringen. Mittlerweile hat sich Speedflying auch in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich verbreitet und wird auch offiziell als Extremsport erkannt.

Wer sich aber so etwas noch nicht zutraut, kann sich mit einem Gutschein für das Bungee Jumping überraschen.